Bayer CropScience feiert Grundsteinlegung für neuen Produktionsbetrieb am Standort Knapsack

Bayer investiert mehr als 150 Millionen Euro am Standort Knapsack und schafft 65 neue Arbeitsplätze. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2017 geplant.

Grundsteinlegung neue MPE-Anlage - v.l.n.r.: Dr. Udo Schneider, Dr. Georg Kippels, MdB, Dr. Clemens Mittelviefhaus, InfraServ, Dr. Dirk Backhaus (ExCo)
Grundsteinlegung neue MPE-Anlage - v.l.n.r.: Dr. Udo Schneider, Dr. Georg Kippels, MdB, Dr. Clemens Mittelviefhaus, InfraServ, Dr. Dirk Backhaus (ExCo)
Bayer CropScience baut die Produktion am nordrhein-westfälischen Standort Knapsack im Süden von Köln weiter aus. Am Montag legte das Unternehmen während eines Festakts mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Nachbarschaft den Grundstein für den Bau einer neuen Produktionsanlage. Sie dient zur Herstellung des Vorproduktes Methanphosphonigsäureester (MPE), einem wichtigen Vorprodukt für die Herstellung von Unkrautbekämpfungsmitteln, und erweitert die am Standort vorhandenen Kapazitäten. Mit dem Neubau der mehr als 150 Millionen Euro teuren Anlage reagiert Bayer CropScience auf die steigende Nachfrage nach seinen modernen Pflanzenschutzmitteln.

„Mit dieser Investition legen wir die Basis für ein deutlich höheres Produktionsvolumen“, sagte Dr. Udo Schneider, Standortleiter von Bayer CropScience in Knapsack. „Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach unseren Produkten so stark zugenommen hat. Daher bauen wir unsere Kapazitäten aus, um Landwirte in aller Welt mit dringend benötigten landwirtschaftlichen Lösungen zu unterstützen.“

„Wenn alles weiter planmäßig läuft, ist die Anlage Anfang 2017 betriebsbereit“, so Dr. Schneider. Bis dahin müssen über 3.000 Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 48 Kilometern verlegt sowie mehr als 4.300 elektronisch angesteuerte Bauelemente eingerichtet werden. Nach erfolgreichem Abschluss des im Rahmen des behördlichen Genehmigungsprozesses durchlaufenden Öffentlichkeitsverfahrens wurde die vorzeitige Baugenehmigung durch die Bezirksregierung Köln im Dezember 2014 erteilt. Der Baubeginn erfolgte im April dieses Jahres. Die Bauleitung liegt in den Händen der Bayer Technology Services GmbH.

Investitionen in Höhe von fast einer Millarde Euro in Deutschland

„Wir wollen im Zeitraum 2013 bis 2016 rund 2,4 Milliarden Euro in den Ausbau unserer weltweiten Forschungs,- Entwicklungs- und Produktionskapazitäten investieren“, sagte Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply von Bayer CropScience. Ein wesentliches Element der Investitionspläne von Bayer CropScience ist die geplante Verdoppelung der globalen Produktion des Wirkstoffs Glufosinat-Ammonium.

„Diese Investition ist auch ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland – und zum Bundesland Nordrhein-Westfalen“, betonte Dr. Backhaus. „Insgesamt planen wir, von 2013 bis 2016 in unsere deutschen Standorte Dormagen, Frankfurt, Knapsack und Monheim fast eine Milliarde Euro zu investieren.“

Chemiestandort Nordrhein-Westfalen wird weiter gestärkt

Dr. Georg Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestages und Abgeordneter des Rhein-Erft-Kreises, sagte anlässlich der Grundsteinlegung: „Diese Investition macht die Leistungsstärke des Bayer-Standorts Knapsack deutlich. Damit setzt Bayer auch ein wichtiges Zeichen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens als attraktiver Chemie-Standort.“ Das Bundesland ist der bedeutendste Chemie-Standort in Deutschland und der fünftgrößte in Europa.

Entscheidende Vorteile für Investoren seien neben einer exzellenten Infrastruktur die gut ausgebildeten Mitarbeiter und ein hohes Niveau in der Aus- und Fortbildung. Und natürlich ein gut funktionierender Dialog zwischen der Chemie-Industrie und den „Stakeholdern“ an den Standorten. Die Rahmenbedingungen für eine innovative und zukunftsorientierte Chemiepolitik seien gegeben.

Neuer Betrieb sichert und schafft dauerhafte Arbeitsplätze

Im Rahmen des Investitionsprojektes werden 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die Arbeitsplätze, die in der Wertschöpfungskette in Nordrhein-Westfalen und Deutschland mit der Produktion von Glufosinat-Ammonium verbunden sind, werden durch das Projekt gesichert. „Das gilt auch für viele weitere Stellen, wie beispielsweise beim Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack, Logistikdienstleistern und Vorproduktlieferanten, mit denen meist seit Jahren hervorragende Geschäftsbeziehungen bestehen,“ hob Dr. Schneider hervor.

Im neuen Betrieb werden Firmen aus Hürth-Knapsack und Umgebung für Wartung, Instandhaltung und technische Dienstleistungen im Umfeld der neuen Anlage tätig sein. Dr. Clemens Mittelviefhaus, Geschäftsführer des Chemieparkbetreibers InfraServ Knapsack, zeigte sich erfreut über das Engagement von Bayer und das seinem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen. „Wir sind mit Bayer als unserem größten Einzelkunden hier im Chemiepark Knapsack über vielfältige Dienstleitungen im Anlagenbetrieb und darüber hinaus eng verbunden. Wir werden dieses zusätzliche Produktionsengagement von Bayer nicht nur in der Bauphase, sondern auch während und nach der Inbetriebnahme engagiert und zuverlässig unterstützen, denn nur so wird daraus ein nachhaltiger Erfolg.“